Barrieren im Blick: Rundgang zur Mobilitätswoche in Winsen

Im Vorfeld des Mobilitätstags haben (von links) Niklas Luckmann von der Stadt Winsen, Sabrina Wilkens von der MOBILOTSIN LNVG, Sandra Sperling vom Landkreis und Victoria Kemper von der MOBILOTSIN LNVG neuralgische Punkte in Winsen unter die Lupe genommen. Foto: Landkreis Harburg
Im Vorfeld des Mobilitätstags haben (von links) Niklas Luckmann von der Stadt Winsen, Sabrina Wilkens von der MOBILOTSIN LNVG, Sandra Sperling vom Landkreis und Victoria Kemper von der MOBILOTSIN LNVG neuralgische Punkte in Winsen unter die Lupe genommen. Foto: Landkreis Harburg

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Stelle/Winsen (Luhe). Wer in der Stadt ist, nimmt sie meist nur unbewusst war: Schwellen, Kopfsteinpflaster, schmale Stellen oder schwer zugängliche öffentliche Einrichtungen machen nicht nur Menschen mit Beeinträchtigungen das Leben schwer. Denn so gut beispielsweise das Kopfsteinpflaster aussieht – wer mit dem Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist, für den ist es eine große Herausforderung. Um die vielen alltäglichen Hindernisse im öffentlichen Raum geht es bei einem besonderen Rundgang am Aktionstag zur Europäischen Mobilitätswoche am 17. September in Winsen. Der Landkreis Harburg und die Stadt Winsen laden dazu mit fachlicher Unterstützung der Beratungseinheit MOBILOTSIN der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) unter dem Motto „Bald barrierefrei“ ein. Die Rundgänge starten um 10.30 Uhr und um 15.30 Uhr an den Bronzefiguren auf dem Schloßplatz. Bei einem Vorgespräch haben die Vertreterinnen und Vertreter von Landkreis, Stadt und LNVG schon einmal kritische Stellen unter die Lupe genommen. Anmeldungen sind unter Telefon 04171 – 693564 und E‑Mail s.sperling@lkharburg.de möglich.     

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Der Rundgang vom Schloßplatz über die Bahnhofstraße bis zum Bahnhofsvorplatz und zurück soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die besonderen Schwierigkeiten sensibilisieren, denen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Seh- oder Hörbehinderungen, aber auch Familien mit Kinderwagen oder alte Menschen im Alltag begegnen. Während des Rundgangs werden typische Barrieren wie unebene Gehwege, schmale Bürgersteige, Querungen, fehlende Bordsteinabsenkungen oder schwer zugängliche öffentliche Einrichtungen aufgezeigt. Die MOBILOTSIN leitet den Rundgang, um die Stellen, die verbessert werden sollten, praxisnah zu erklären.

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Der Rundgang ist offen für alle und richtet sich besonders an Bürgerinnen und Bürger, die gemeinsam die Stärken und Schwächen der Fußwege in Winsen entdecken wollen. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Die Veranstaltung soll selbstverständlich barrierearm sein. Menschen die Unterstützung benötigen, können vor Ort den Inklusionsbeirat ansprechen, um eine schnelle Lösung zu finden, beispielsweise eine kleine Führung für Menschen mit Sehbehinderung oder Rollstuhlfahrer. Denn es sollen insbesondere Menschen mit Handicap eingeladen werden, um sich an diesem Tag zu informieren. Der Bedarf an der Entschärfung dieser neuralgischen Punkte ist groß: Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation haben rund 16 Prozent der Weltbevölkerung eine Behinderung. In der Europäischen Union leben nach Angaben des Rats der Europäischen Union 87 Millionen Menschen mit Behinderung. In Deutschland sind etwa 13 Prozent der Bürgerinnen und Bürger betroffen.

Der Rundgang ist nur einer der vielen Aktionen, wenn es am 17. September von 9 bis 17 Uhr auf dem Winsener Schloßplatz um nachhaltige Mobilität geht. Der Landkreis Harburg, die Stadt Winsen und Ihre Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft feiern eine Premiere und bringen mit einem Aktionstag zum ersten Mal die Europäische Mobilitätswoche in die Luhestadt. Für die Besucherinnen und Besucher gibt es vielfältige spannende Mitmach-Aktionen für Jung und Alt sowie Infostände rund um das Thema Mobilität. Nähere Informationen dazu finden sich unter www.landkreis-harburg.de/EMW. (dh/ein)