Stelle/Winsen (Luhe). Das Spezialeinsatzkommando (SEK) hat am Dienstag in Winsen (Luhe) sechs mutmaßliche Drogenschmuggler vorläufig festgenommen (stelle-aktuell.de berichtete). Die Männer stehen im Verdacht, 3,6 Tonnen Kokain im Wert von 90 Millionen Euro über den Hamburger Hafen nach Deutschland einschmuggeln zu wollen.
Die Drogen waren bereits am vergangenen Donnerstag im britischen Hafen Southampton sichergestellt worden, wie die Polizei Hamburg heute mitteilte. Die Täter hatten das Rauschgift zwischen Bananen in einem Kühlcontainer versteckt, der per Schiff nach Hamburg transportiert werden sollte.
Nach der Ankunft in Hamburg wurde der Container mit einer Sattelzugmaschine abgeholt und in eine Lagerhalle am Moorweg in Winsen gebracht. Dort sollte das vermeintlich noch vorhandene Kokain aus dem Container geborgen werden.
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Das SEK griff unter der Leitung der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift zu. In der Halle nahmen die Beamten fünf Männer im Alter zwischen 26 und 41 Jahren fest. Ein 53-jähriger Türke flüchtete in seine nahegelegene Wohnung, wo ihn die Spezialkräfte kurz darauf ebenfalls festnahmen.
Ein Haftrichter erließ Haftbefehle gegen drei Kolumbianer im Alter von 26, 39 und 40 Jahren sowie einen 35-jährigen Weißrussen. Ein 41-jähriger Deutscher wurden mangels Haftgründen und der 53-jährige Türke mangels dringenden Tatverdachts wieder entlassen.
Bei der Durchsuchung der Lagerhalle und der Wohnung stellten die Beamten Beweise sicher. Die Auswertung dauert noch an.
Kampf gegen Hafenkriminalität
Die Polizei Hamburg intensiviert seit Juni 2024 mit dem neu geschaffenen Hafensicherheitszentrum den Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität. In dem Zentrum arbeiten Polizei Hamburg, Generalzolldirektion und Hamburg Port Authority (HPA) eng zusammen. Zudem wurde eine anonyme Meldeplattform für Hafenbeschäftigte eingerichtet. (JOTO)










