Stelle/Fliegenberg. Wenn der Duft frisch gebackener Waffeln durch die Zeltreihen zieht, die Elbe das Boot schaukelt und Disconebel zwischen Feldwegen tanzt – dann ist Zeltlager in Fliegenberg. Auf der Wiese am Ortsrand errichteten 17 Jugendfeuerwehren aus der Gemeinde Stelle, der Stadt Winsen und aus Drezdenko, der Partnerstadt von Winsen, ein Lager der besonderen Art.
Mehr als 380 Teilnehmer waren dabei, darunter rund 280 Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren sowie etwa 100 Betreuer. Die Aufbauarbeiten begannen bereits am Donnerstag, 3. Juli. Der vollständige Abbau war am Mittwoch, 15. Juli abgeschlossen.
Vom Nachtmarsch bis zur Bootstour
Eröffnet wurde das Lager am Samstag um 17 Uhr. Noch am selben Abend startete der Nachtmarsch durch Fliegenberg: knapp vier Kilometer, sechs Stationen, volle Konzentration.
Am Montagabend wurde das große Essenszelt zum Kino, Popcorn inklusive. Am Dienstag wagten sich viele zum ersten Mal auf die Elbe – mit sieben Booten konnte fast jeder eine Runde drehen. Am Mittwoch öffnete das Lager die Tore für rund 1.000 Besucher: Eltern, Großeltern, Freunde und Feuerwehrkameraden bestaunten Fahrzeuge, genossen Slush-Eis, Kinderschminken und Kuchen.
Logistische Leistung und starke Dorfgemeinschaft
In der Feldmark musste mehr vorbereitet werden als gewöhnlich: Drei Stromerzeuger, zwei Dusch- und drei Toilettencontainer, kilometerlange Kabel – und täglich drei frisch gekochte Mahlzeiten. Mittags gab es eine eigene Salatbar, dazu eine Cafeteria mit Kuchen, Torten und Waffeln.
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Am Freitagabend wurde ausgiebig gefeiert: Die Lagerdisco brachte alle in ausgelassene Stimmung, während am Samstagmorgen um 9.30 Uhr die Spannung stieg für die bevorstehende Siegerehrung. Höhepunkt war die Verleihung des Lagerpokals, bei der die besten Teams ausgezeichnet wurden. Sebastian Beecken, Gemeindejugendfeuerwehrwart, fasst es treffend zusammen: „Jugendfeuerwehr – das geilste Hobby der Welt.“
Für Beecken war dieses Lager ein ganz persönlicher Moment – es war das letzte seiner Amtszeit.
„Mit diesem Zeltlager endet für mich eine prägende und erfüllende Zeit als Gemeindejugendfeuerwehrwart. Ich blicke dankbar auf viele gemeinsame Erlebnisse, engagierte Jugendliche und eine starke Kameradschaft zurück. Mein besonderer Dank gilt allen, die diese Arbeit unterstützt und begleitet haben. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge – ich bin ja nicht weg, sondern künftig in anderer Funktion auf Veranstaltungen präsent.“, sagt Beecken.
Nach 18 Jahren gibt Beecken sein Amt ab und wird stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart. (cg)











