
Stelle/Landkreis Harburg. Das Netzwerk der Mobilen Retter im Landkreis Harburg wird noch dichter: Ab sofort können sich auch Polizisten während ihrer Dienstzeit als Ersthelfer bei medizinischen Notfällen einsetzen lassen.
„Ich freue mich, dass die Polizei unsere Mobilen Retter verstärkt und wir das Hilfenetz noch enger knüpfen können”, sagt Rainer Rempe (CDU). Der Landrat betont: „Die Mobilen Retter sind gerade in unserem Flächenlandkreis eine wertvolle Unterstützung unseres Rettungsdienstes.”
Sebastian Pölking, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Harburg, begrüßt das Engagement seiner Kollegen: „Menschen in Not zu helfen ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Gerade im Einsatz- und Streifendienst kommt es ohnehin regelmäßig vor, dass Erste Hilfe geleistet wird.”
Schnelle Hilfe rettet Leben
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde. Ohne Sauerstoff überlebt das Gehirn maximal drei bis fünf Minuten ohne bleibende Schäden. Deutschlandweit erleiden jährlich mehr als 60.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nur etwa zehn Prozent überleben.
Erfolgreiche Bilanz
Seit Juli 2023 wurden 719 Mobile Retter ausgebildet. In 255 Einsätzen konnten die Ersthelfer durchschnittlich nach viereinhalb Minuten mit der Reanimation beginnen – oftmals noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes.
Weitere Helfer gesucht
Der Landkreis sucht weiterhin Verstärkung für das Netzwerk. Besonders Menschen mit medizinischer Vorbildung wie Rettungsdienstmitarbeiter oder Feuerwehrleute sind willkommen. Florian Fietz, stellvertretender Leiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle, steht für Fragen per E‑Mail unter mobileretter@lkharburg.de zur Verfügung. (tj)







