Fahrradkontrolle an Winsener Schule deckt zahlreiche Mängel auf

Fahrradkontrolle an der Eckermann-Realschule mit Polizei und Mobilitätskurs. Foto: Johann-Peter-Eckermann-Realschule
Fahrradkontrolle an der Eckermann-Realschule mit Polizei und Mobilitätskurs. Foto: Johann-Peter-Eckermann-Realschule
Werbung
Hier geht es zur Webseite von Kervita

Stelle/Winsen (Luhe). Rund 80 von 200 überprüften Fahrrädern wiesen teils erhebliche Mängel auf. Das ist das alarmierende Ergebnis einer groß angelegten Fahrradkontrolle an der Johann-Peter-Eckermann-Realschule. Die Polizei Winsen stellte bei etwa 40 Prozent der Räder Defekte an Beleuchtung oder Bremsen fest.

Werbung
SPD Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen

Die Aktion fand kürzlich auf dem Schulgelände statt. Durchgeführt wurde sie vom Mobilitätsbeauftragten der Schule, Arndt von Diepenbroick, gemeinsam mit der Polizei Winsen und Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtkurses Mobilität des achten Jahrgangs. Ziel war es, auf Verkehrssicherheit aufmerksam zu machen und Mängel rechtzeitig vor Beginn der dunklen Jahreszeit zu beheben.

Werbung

„Wir wollen, dass die jungen Menschen sicher in der Schule ankommen”, sagt Polizeikommissarin Stephanie Gramann, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Bartlomiej Ogorzalek vor Ort war. Die Herbstzeit mit Dunkelheit, nassen Straßen und Laub stelle Radfahrerinnen und Radfahrer vor besondere Herausforderungen.

+++ Melde dich jetzt für unseren WhatsApp-Newsticker an und erhalte die wichtigsten Nachrichten direkt auf dein Handy! – Hier klicken und abonnieren +++

Von Diepenbroick freute sich besonders über das Engagement der Schülerinnen und Schüler. „Dass unser Mobilitätskurs die Kontrolle aktiv begleitet hat, zeigt, wie ernst die Jugendlichen das Thema Verkehrssicherheit nehmen”, sagt er. Wer selbst überprüfe, verstehe auch besser, worauf es im Straßenverkehr ankomme.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes unterstreichen die Notwendigkeit solcher Aktionen. Im Jahr 2024 wurden bundesweit mehr als 88.000 Fahrradunfälle registriert, rund 15 Prozent davon im Schulalter. Häufige Unfallursachen seien laut Polizei fehlende Beleuchtung, defekte Bremsen und Unachtsamkeit im Straßenverkehr.

Neben den Fahrrädern rückte in diesem Jahr auch ein weiteres Thema in den Mittelpunkt: Elektroroller. Immer mehr Jugendliche nutzen E‑Scooter als schnelle Alternative auf dem Schulweg. Wie Polizeibeamtin Gramann erklärte, ist das Fahren von E‑Scootern erst ab 14 Jahren erlaubt. Wer jünger unterwegs ist oder ohne Versicherung und Licht fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat. Solche Verstöße können sich negativ auf den späteren Erwerb des Führerscheins auswirken und zu Eintragungen im Fahreignungsregister in Flensburg führen.

Wie schon in den Vorjahren erhielten die Eltern im Anschluss schriftliche Hinweise zu den festgestellten Mängeln. Lehrerinnen und Lehrer appellierten erneut an sie, die Fahrräder ihrer Kinder regelmäßig auf Licht, Bremsen und Reifenprofil zu prüfen. „Es geht nicht ums Ermahnen, sondern darum, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen”, sagt von Diepenbroick. Es gehe um einen sicheren Schulweg und mehr Bewusstsein im Straßenverkehr. (dh)

Werbung
Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen