Schachbrettblumen: Prachtvolle Saison, aber Ranger mussten eingreifen

Eine einzelne Schachbrettblume steht auf einem Feld in der Seeveniederung. Foto: JOTO
Eine einzelne Schachbrettblume steht auf einem Feld in der Seeveniederung. Foto: JOTO

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Stelle. Millionen Schachbrettblumen blühten auch dieses Jahr im benachbarten Naturschutzgebiet „Untere Seeveniederung und Over Plack”. Nicht alle Besucher achteten dabei auf die geltenden Schutzregeln. Die Saison neigt sich nun dem Ende entgegen: Im Junkernfeld zwischen Hörsten und Over stehen die charakteristischen violett-weißen Blüten nur noch vereinzelt.

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Die vergangenen Wochenenden lockten viele Naturliebhaber in das Naturschutzgebiet an der Seeve. An zentralen Punkten zeigten sich dabei mehr Blüten als in früheren Jahren. Auf einer 160 Hektar großen Wiesenfläche im Junkernfeld findet sich das bundesweit größte Vorkommen dieser stark bedrohten Pflanze. Bis zu 1,3 Millionen Blüten waren in diesem Jahr zu sehen.

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Doch nicht alle Besucher hielten sich an die Absperrungen. „Leider hielten sich nicht alle Besucher an die Absperrungen und beachteten die Verbotsschilder”, sagt Landkreissprecher Andres Wulfes. Ranger und weitere Mitarbeiter des Landkreises waren vor Ort im Einsatz. An jedem Zugang weisen große Schilder auf das Betretungsverbot hin.

Nester im Gras sind unsichtbar

Das Betreten der Wiesen ist kein Kavaliersdelikt. Gitta Baeuerle von der Abteilung Umwelt des Landkreises Harburg erklärt, warum: „Die Nester der Wiesenvögel sind im Gras nicht unbedingt zu sehen, können ebenso schnell zertreten werden wie die Schachbrettblume.

Und wenn Hunde stöbern und die Kiebitze oder Brachvögel von ihren Nestern verjagen und die Gelege auskühlen, hat der Vogelnachwuchs keine Überlebenschance.” Das Junkernfeld ist neben seiner Blütenpracht auch ein Refugium für vom Aussterben bedrohte Wiesenvögel, darunter der Große Brachvogel und der Kiebitz.

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Baeuerle betont die Tragweite von Regelverstößen: „Schon ein einziger Mensch in den Wiesen oder ein einziger freilaufender Hund kann jahrelange Naturschutzarbeit zunichte machen.” Hunde müssen im Naturschutzgebiet deshalb stets an der Leine geführt werden. Die Ranger der kreiseigenen Landschaftswacht können bei Verstößen auch Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten.

Eingang verboten: An der unteren Seeveniederung sollen Besucher nicht auf Wiesen,um die Schachbrettblume und Wildtiere nicht zu stören. Foto: JOTO
Eingang verboten: An der unteren Seeveniederung sollen Besucher nicht auf Wiesen,um die Schachbrettblume und Wildtiere nicht zu stören. Foto: JOTO

Wer die Saison noch nicht ganz verpassen möchte, hat noch eine kleine Chance: Ein paar Schachbrettblumen sind aktuell noch in der Seeveniederung zu entdecken. Der rund sechs Kilometer lange Rundweg um das Junkernfeld ist von den Parkplätzen bei Hörsten und Over bequem zu Fuß erreichbar. Gute Fotos lassen sich dabei auch vom Weg aus machen, ohne die sensiblen Wiesen zu betreten. (JOTO)

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