
Stelle/Winsen (Luhe). Rund zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland sind von Übergewicht betroffen. Der Anteil an Menschen mit starker Fettleibigkeit, also einem Body-Mass-Index von mehr als 30, nimmt stetig zu. Die Folgen sind gravierend: Diabetes, Herz- und Kreislaufstörungen, Gelenkbeschwerden und ein enormer Leidensdruck bei den Betroffenen.
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Neben klassischen Therapieansätzen wie Ernährungsumstellung, Bewegung und chirurgischen Eingriffen rückt nun die medikamentöse Behandlung zunehmend in den Fokus. Das Krankenhaus Winsen lädt zu einem Gesundheitsgespräch zum Thema ein. Dr. med. Daniel Abo-Dalo, Leiter der Sektion für Adipositas- und metabolische Chirurgie am Krankenhaus Winsen, und Oberarzt Dimitri Kogan stehen am Donnerstag, 19. Februar, um 18 Uhr in der Cafeteria des Krankenhauses Winsen Rede und Antwort.
Die zentrale Frage lautet: Ist die medikamentöse Therapie Konkurrenz oder Mitstreiter in der Adipositas-Behandlung? Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.Lange Zeit spielten Medikamente in der Behandlung von Fettleibigkeit eine untergeordnete Rolle. Mit neuartigen Wirkstoffen aus der Diabetesbehandlung ändert sich dies zunehmend.
„Adipositas ist eine ernsthafte chronische Erkrankung, die die Lebensqualität von Betroffenen stark einschränkt”, sagt Abo-Dalo. Eine medikamentöse Behandlung erziele zwar effektive Gewichtsabnahmen, könne aber nicht alleinige Lösung sein. „Es ist unser Anspruch, Patientinnen und Patienten mit Adipositas ganzheitlich mit modernsten Methoden zu therapieren und verschiedene Therapieverfahren miteinander zu kombinieren”, sagt der Mediziner. Für eine langfristige Gewichtsabnahme sei ein multimodales Konzept wichtig.
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Zertifiziertes Kompetenzzentrum seit 2017
Das Krankenhaus Winsen ist seit 2017 als eines der wenigen Krankenhäuser in Norddeutschland zertifiziertes Kompetenzzentrum in der Adipositaschirurgie. Es ist eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene aus der Region und darüber hinaus. „Im Adipositaszentrum im Krankenhaus Winsen bieten wir Patientinnen und Patienten sowohl ein umfangreiches Versorgungspaket aus engmaschiger Beratung durch Spezialistinnen und Spezialisten mit langjähriger Expertise als auch eine vollumfängliche Unterstützung bei den Eingriffsformalitäten sowie ein breit gefächertes Netzwerk mit eigener Selbsthilfegruppe in der Klinik”, sagt Kogan.
Jährlich werden im Adipositaszentrum etwa 200 operative Eingriffe durchgeführt. Das häufigste Verfahren ist die Magenverkleinerung durch einen Schlauchmagen. (dh)








