Blasrohr statt Böllerschuss: Eine Sportart mit ruhiger Kraft und großer Zukunft

Nadine Bürger beim Blasrohrschießen. Foto: Renate Buchholz
Nadine Bürger beim Blasrohrschießen. Foto: Renate Buchholz
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Stelle/Ashausen. Wer beim Schützenverein noch immer nur an Gewehre, Schützenfeste und Marschmusik denkt, verpasst den leisen, aber zielsicheren Aufbruch einer neuen Disziplin: Blasrohrsport. Vom Donnerstag, 31. Oktober bis Samstag, 2. November fand in Einbeck die erste Deutsche Meisterschaft im Blasrohrschießen statt – ein Meilenstein für eine junge Sportart, die gerade erst beginnt, durchzustarten.

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Mehr als 700 Teilnehmer zwischen sieben und 85 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet traten an. Mitten unter ihnen: Dini Bürger vom Schützenverein Ashausen, die in der Kategorie Damen II mit 577 Ringen einen starken elften Platz belegte – im ersten Drittel der Rangliste. Dafür gab es verdient eine Erringungsmedaille. Unterstützung erhielt sie von vier mitgereisten Vereinsmitgliedern. Gemeinsam erlebten sie einen Tag voller Emotionen, Spannung und sportlicher Gemeinschaft.

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Die Atmosphäre in der Halle? Hochkonzentriert und gleichzeitig elektrisierend. Jeder Treffer wurde gefeiert, Serien mit Applaus begleitet. Es war kein lauter Jubel, sondern stiller Stolz, der die Szenerie prägte – ein sportliches Kribbeln, das sich leise, aber eindrucksvoll durchsetzte.

Der Blasrohrsport, vom Deutschen Schützenbund (DSB) mittlerweile offiziell gefördert, zeigt eindrucksvoll, wie Präzision, Fokus und Ruhe in einer lauten Welt neue sportliche Relevanz gewinnen können. Dabei wirkt die Organisation professionell: Gerätekontrolle, Durchgänge, Auswertung – der Ablauf ist durchdacht und fair.

Neben Bürger waren vier weitere Aktive aus dem Schützenverband Hamburg in Einbeck am Start: Marvin Bockelmann und Jan Mika Gomoll vom SV Pattensen, sowie Jutta Hartwig-Stolpe und Sonja Bostelmann vom SV Neuland. Sie alle demonstrierten: Diese Sportart zieht nicht nur Kinder und Jugendliche an, sondern auch erfahrene Schützen, die bereit sind, neue Wege zu gehen.

Denn Blasrohrschießen ist mehr als nur ein neuer Trend – es ist ein Sport mit Haltung. Eine Disziplin, in der sich Präzision und Leidenschaft treffen. In der jede Bewegung zählt, jeder Atemzug Teil der Technik ist. Und in der Fairness und gegenseitiger Respekt keine Floskeln, sondern gelebte Realität sind.

Dass Ashausen hier mitmischt, ist kein Zufall. Der Schützenverein öffnet sich neuen Formaten, bleibt am Puls der Zeit – und zeigt, dass Tradition und Innovation sich nicht ausschließen müssen. Im Gegenteil: Der Erfolg von Bürger und die Begeisterung ihrer Begleiter sind ein starkes Zeichen dafür, dass die Zukunft des Schützenwesens nicht nur laut, sondern auch leise sein kann – und dabei umso präziser ins Schwarze trifft. (cg)

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