Bürgermeisterkandidatin und Bundestagsabgeordnete diskutieren über Hitzeschutz und Klimaanpassung

Bundestagsabgeordnete Dr. Julia Verlinden. Foto: ein
Bundestagsabgeordnete Dr. Julia Verlinden. Foto: ein

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Stelle/Ashausen. Extreme Hitze, tropische Nächte, Starkregen und die wachsende Gefahr von Flächenbränden zeigen die Folgen der Klimakrise auch in Stelle. Was eine Kommune konkret tun kann, um ihre Bürger besser zu schützen, diskutieren Dr. Kathleen Schwerdtner Máñez und Dr. Julia Verlinden am Freitag, 28. August, um 19 Uhr im Ashäuser Hof in Ashausen. Interessierte sind eingeladen, ihre Fragen und Ideen einzubringen.

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Schwerdtner Máñez kandidiert als Bürgermeisterin für die Gemeinde Stelle. Verlinden ist Bundestagsabgeordnete aus Niedersachsen und ausgewiesene Expertin für Energie- und Klimapolitik. Die Umweltwissenschaftlerin beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Klimaschutz, Energieeffizienz und der Frage, wie politische Rahmenbedingungen für eine klimafeste Zukunft geschaffen werden können.

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Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass extreme Hitze keine Zukunftsprognose mehr ist. Auch in Stelle stiegen die Werte auf über 35 Grad. Besonders belastend waren die sogenannten tropischen Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sanken und der Körper kaum Erholung findet.

Vielfältige Klimafolgen in der Region

Die Folgen der Klimakrise beschränken sich nicht auf steigende Temperaturen. Starkregenereignisse können innerhalb kürzester Zeit Straßen, Keller und Grundstücke überfluten. Ausgetrocknete Böden nehmen Wasser bei Starkregen schlechter auf. Gleichzeitig erhöhen lange Trockenperioden die Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Heftige Gewitter und Hagel können Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen, in der Landwirtschaft und an der Infrastruktur verursachen.

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„Eine gute Gemeinde muss sich auf unterschiedliche Folgen der Klimakrise vorbereiten”, sagt Schwerdtner Máñez. „Wir brauchen mehr Grün und Schatten in unseren Ortskernen, müssen Regenwasser zurückhalten, und unsere Bäume und Wälder widerstandsfähiger machen. Gleichzeitig müssen wir wissen, wo bei Starkregen das Wasser hinfließt und welche Bereiche besonders gefährdet sind.” Die Klimakrise könne man nicht allein durch Anpassung lösen, sagt die Bürgermeisterkandidatin. Aber vor Ort könne man sehr viel dafür tun, dass die Folgen weniger Menschen treffen und die Gemeinde auch in Zukunft lebenswert bleibe.

Hitzeschutz auch auf Bundesebene

Auf Bundesebene setzt sich Verlinden für mehr Hitzeschutz und eine stärkere Klimaanpassung ein. Im Bundestag hat sie zuletzt ausdrücklich mehr Hitzeschutzmaßnahmen gefordert und betont, dass Klimaschutz und Klimaanpassung zusammengehören. Bei der Veranstaltung soll es nicht nur um die großen politischen Entscheidungen in Berlin gehen, sondern vor allem um die Frage: Was kann in Stelle konkret besser gemacht werden?

„Ich möchte, dass wir in Stelle nicht erst reagieren, wenn der nächste Hitzesommer, Starkregen oder ein großer Waldbrand da ist”, sagt Schwerdtner Máñez. „Wir können heute vorsorgen. Gute Kommunalpolitik bedeutet für mich, Risiken ernst zu nehmen, zuzuhören und gemeinsam Lösungen umzusetzen.” (tj)

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