Sorge um Ärztemangel bei SPD-Bürgergespräch in Ashausen

Svenja Stadler und Claus Petersen diskutierten im Ashäuser Hof mit Bürgern über die geplante Gesundheitsreform und den Ärztemangel im Landkreis. Foto: ein
Svenja Stadler und Claus Petersen diskutierten im Ashäuser Hof mit Bürgern über die geplante Gesundheitsreform und den Ärztemangel im Landkreis. Foto: ein

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Stelle/Ashausen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler war am Donnerstag, 28. Mai, zu Gast im Ashäuser Hof und stellte sich den Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger. Getreu dem Motto des Bürgermeisterkandidaten Claus Petersen, „Gute Politik beginnt mit Zuhören und zeigt sich im Umsetzen”, diskutierten die Anwesenden aktuelle politische Themen aus Berlin sowie konkrete Herausforderungen im Landkreis Harburg.

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Stadler hob die Bedeutung des direkten Austauschs hervor. Gemäß dem sogenannten Struck’schen Gesetz würden politische Prozesse stets auch durch Impulse aus den Wahlkreisen geprägt. Sie nehme die Anregungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger mit nach Berlin, sagte die Abgeordnete. Diese flössen somit in die Gesetzgebungsarbeit ein.

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Ein zentrales Thema war die Gesundheitsreform auf Bundesebene. Ziel sei es, eine umfassende und verlässliche Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, erklärte Stadler. Gleichzeitig würden aktuell bestehende Doppelstrukturen identifiziert. Diese könnten somit im Sinne eines Bürokratieabbaus reduziert werden. Das derzeitige System sei in vielen Bereichen zu komplex und wenig transparent.

Die Diskussion vor Ort zeigte jedoch auch kritische Perspektiven. Insbesondere lokale Ärztinnen und Ärzte sowie Bürgerinnen äußerten Bedenken hinsichtlich der geplanten Facharztklausel und einer sich möglicherweise verschlechternden Versorgung. Gerade im ländlichen Raum sei die Dichte an Fachärzten bereits jetzt gering. Dies dürfe durch neue Regelungen nicht verschärft werden.

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Zudem wurde auf den bestehenden Mangel an Hausärzten im Landkreis hingewiesen. Verbunden sei dies mit einem hohen Durchschnittsalter in der Ärzteschaft. Die Wichtigkeit dieses Themas wurde dabei auch von der SPD Stelle erkannt und ist eines ihrer Hauptthemen.

Gemeinde soll Rahmenbedingungen schaffen

„Das ist ein Problem, das viele Menschen umtreibt und das zu Recht. Die Gemeinde kann keine Arztpraxis betreiben, aber sie kann Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Ärztinnen und Ärzte gerne in Stelle niederlassen und damit die medizinische Versorgung auch in Zukunft gesichert bleibt. Ich will, dass wir aktiv werden. Nicht nur verwalten”, sagte Petersen (SPD).

Stadler zeigte Verständnis für die geäußerte Kritik. Man könne die Sorgen und auch die Enttäuschung vieler Menschen nachvollziehen, sagte sie. Gleichzeitig warb sie für Geduld und Zusammenhalt. Politische Reformen benötigten Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Als Beispiel verwiesen Bürger auf die Reformprozesse der Vergangenheit, etwa in der Ära der Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Deren Wirkung habe sich ebenfalls erst nach einigen Jahren gezeigt. (tj)

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