Stelle/Winsen (Luhe). Kurz vor Mitternacht am Freitag, 1. Mai, erschütterte eine laute Explosion den Luhespielplatz in Winsen. Einsatzkräfte der Polizei waren innerhalb weniger Minuten vor Ort und konnten einen 17-Jährigen nach kurzer Verfolgung vorläufig festnehmen. Der Jugendliche hatte versucht zu fliehen.
Sein ebenfalls 17 Jahre alter mutmaßlicher Komplize hatte die Örtlichkeit bereits verlassen. Die Polizei spürte ihn rund 20 Minuten später im Rahmen der Fahndung auf und nahm auch ihn vorläufig fest. Durch die Explosion war die Eingangstür eines ehemaligen Imbisses am Luhespielplatz beschädigt worden.
In Winsen waren in den vergangenen Monaten wiederholt Knallgeräusche gemeldet worden. In mehreren Fällen stellte die Polizei zerstörte Mülleimer und Reste sogenannter Polenböller fest. Die Serie von Vorfällen hatte die Ermittler alarmiert.
Nachdem Anfang April zwei Jugendliche unter Tatverdacht geraten waren, verstärkte die Polizei in der vergangenen Woche ihre Präsenz. Zivilkräfte bestreiften die Innenstadt und warteten auf eine neue Tat. Die Strategie ging auf.
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Gewerbliche Feuerwerkskörper sichergestellt
Die beiden Jugendlichen wurden auf der Polizeidienststelle erkennungsdienstlich behandelt. Bei Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Beamten beim Hauptbeschuldigten zahlreiche Feuerwerkskörper sicher. Darunter waren auch solche, die in Deutschland aufgrund ihres hohen Sprengstoffgehalts nur für Großfeuerwerk im gewerblichen Bereich zugelassen sind.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen leitete die Polizei Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und Sachbeschädigung ein. Die beiden Jugendlichen wurden anschließend an ihre Erziehungsberechtigten übergeben. (dh)









