Landkreis Harburg pflanzt Alleebäume in der Elbmarsch

Die neuen Hochstämme sind Ersatzpflanzungen für Bäume, die aus Verkehrssicherungsgründen entnommen werden mussten. Foto: Landkreis Harburg
Die neuen Hochstämme sind Ersatzpflanzungen für Bäume, die aus Verkehrssicherungsgründen entnommen werden mussten. Foto: Landkreis Harburg

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Stelle/Laßrönne. Ihre ausladenden Kronen schließen sich wie ein schützendes Dach, im Sommer sorgen sie für ein rhythmisches Licht-Schatten-Spiel, im Herbst für bunte Farbenpracht. Alleen prägen seit Jahrhunderten die Landschaft im Landkreis Harburg. Damit das in der Elbmarsch so bleibt, hat der Betrieb Kreisstraße dort 106 neue Hochstämme pflanzen lassen.

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Die Bäume ergänzen bestehende Alleen an der Kreisstraße 2 zwischen Tönnhausen und Oldershausen sowie an der Kreisstraße 50 zwischen der Landesstraße 217 und Laßrönne. Vor allem Spitzahorn, Stieleiche und Winterlinde wurden gepflanzt. Das sind widerstandsfähige heimische Laubbaumarten, die dort bereits stehen und eine gute Prognose angesichts des Klimawandels haben.

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Bei der Maßnahme handelt es sich um Ersatzpflanzungen, weil vorhandene Bäume im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht entnommen werden mussten. „Mit den neuen Bäumen wird nicht nur ein naturschutzrechtlicher Ausgleich geschaffen, sondern vor allem der langfristige Erhalt der Alleen gesichert und der Alleencharakter gestärkt”, sagt Tim Jargstorff, Leiter der Betriebsgemeinschaft Straßendienst.

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Lebensraum für Vögel und Fledermäuse

Die Bedeutung von Alleen ist nicht zu unterschätzen. Wie grüne Adern durchziehen sie die Landschaft und verbinden so Naturräume miteinander. Sie sind wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, für Vögel ebenso wie für Flechten, Insekten und Fledermäuse. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Naturschutz.

Alleen übernehmen wichtige ökologische Funktionen: Sie verbessern das Mikroklima, speichern Feuchtigkeit, dämpfen Wind und sorgen für angenehme Kühlung entlang der Straßen. Darüber hinaus tragen sie erheblich zur Luftreinhaltung bei. Straßenbäume können bis zu 70 Prozent der Feinstaubpartikel aus der Luft filtern. Ein einzelner Baum kann im Laufe eines Jahres bis zu eine Tonne Staub binden.

Alleen haben eine lange historische Tradition und sind seit der Antike fester Bestandteil des Straßenbaus. Die Wurzeln sorgten einst für Stabilität der Wege, die Kronen boten den Reisenden Schutz vor Regen, Wind und Sonne. Bundesweit säumen Millionen Alleebäume Deutschlands Straßen.

Die Faszination der Alleen spiegelt sich auch in Malerei und Literatur wider. Nicht umsonst werden sie oft mit einem Stück lebendiger Architektur verglichen. „Alleebäume sind ein besonderes Gut und besonders erhaltenswürdig”, sagt Jargstorff. Der Landkreis Harburg will daher die Ersatzpflanzungen von Straßenbäumen entlang der Kreisstraßen in den kommenden Jahren fortsetzen. (dh)

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