
Stelle/Landkreis Harburg. Rund 200 Gäste kamen am Sonntag, 18. Januar, zum Neujahrsempfang des SPD-Unterbezirks Landkreis Harburg in die Burg Seevetal. Mitglieder, Gäste und Unterstützer trafen sich zur Mittagszeit, um sich auszutauschen und gemeinsam ins neue politische Jahr zu starten. Als Hauptredner begrüßte der Unterbezirk Grant Hendrik Tonne (SPD), Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen. Grußworte sprachen außerdem der Europaabgeordnete Bernd Lange (SPD) sowie die Gastgeberin Svenja Stadler (SPD), Unterbezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete.
Minister Tonne, der bereits zum zweiten Mal beim Neujahrsempfang zu Gast war, machte in seiner Rede deutlich, dass gemeinsames Gespräch in der Gesellschaft mehr Gewicht verdient. Spaltung und Nörgelei würden zu häufig den Ton bestimmen. Er betonte, dass man Herausforderungen klar benennen und gemeinsam ergreifen müsse. Dabei nannte er energie- und wirtschaftspolitische Fragen, die Zukunft der Stahlindustrie in Niedersachsen sowie die Bedeutung von Freihandel und globaler Zusammenarbeit. „Pessimismus können und dürfen wir uns nicht leisten”, sagte Tonne. „Unsere Antwort muss sein, gemeinsam antreten und gemeinsam gestalten. Wir sind nicht machtlos.”
In einer Zeit, in der vieles nicht mehr stabil sei, was einst selbstverständlich schien, sei es wichtig, Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen. Statt in Passivität zu verharren, müsse man aktiv werden und gemeinsam Lösungen finden.
Zuversicht beginnt vor Ort
Svenja Stadler rückte in ihrem Beitrag den Blick auf die Herausforderungen und Chancen vor Ort in den Mittelpunkt. „Was mich antreibt, sind drei Dinge: Krisen benennen, Zuversicht verbreiten und Zusammenhalt stärken”, sagte sie. Viele Probleme seien in der Kommune spürbar. Sie nannte den Zugang zu medizinischer Versorgung, den öffentlichen Personennahverkehr und Infrastrukturfragen als Beispiele. Die Antworten darauf seien nicht in Berlin allein zu finden.
Politisches Engagement beginne vor Ort, sagte Stadler. Es werde getragen von Menschen in Vereinen, im Katastrophenschutz, beim THW, in den Feuerwehren und in der Gesellschaft insgesamt. Mit Blick auf die Kommunalwahlen am 13. September betonte sie: „Zuversicht ist eine Entscheidung, und sie wird leichter, wenn man sie nicht allein trifft. Kommunalpolitik braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen.”
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Europaabgeordneter Bernd Lange verwies auf die Bedeutung von Zusammenhalt und Partnerschaft in Europa und der Welt. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten seien regelbasierte Zusammenarbeit, faire Handelsabkommen und ein starkes Europa unverzichtbar, um soziale und wirtschaftliche Stabilität zu sichern.
Den musikalischen Rahmen gestaltete erneut Matthias Grabi am Klavier. Er begleitete die Gäste bereits zum dritten Mal mit viel Gefühl durch den Empfang und spielte unter anderem das dänische Stück „Verliebt in Kopenhagen” und einen jazzigen Abschluss. Zum Ausklang wurde der traditionelle SPD-Kuchen serviert, versehen mit dem Slogan „Aus Liebe zum Wir”, dem Motto der Kommunalwahl in Niedersachsen. (tj)











