
Stelle. Der Landkreis Harburg hat vom Land Niedersachsen zwei leistungsstarke Sandsackfüllmaschinen erhalten, die den Hochwasserschutz in der Region deutlich verbessern sollen. Die Maschinen ermöglichen eine Sandsacklogistik wie vom Fließband und werden in erster Linie dem Artlenburger Deichverband und dem Deichverband Vogtei Neuland zur Verfügung gestellt. Zusätzlich steht dem Landkreis ab sofort eine 250 Meter lange mobile Schutzwand zur Verfügung, die im Bedarfsfall schnell aufgebaut werden kann.
Landrat Rainer Rempe zeigt sich erfreut über die neue Ausstattung. „Ich freue mich, dass der Hochwasserschutz für unsere Bürgerinnen und Bürger noch weiter verbessert und die Arbeit im Fall einer Deichverteidigung deutlich erleichtert wird”, sagt Rempe. Die Sandsackfüllmaschinen erhöhten die Einsatzfähigkeit im Sturmflutgebiet deutlich. Im Ernstfall ermöglichten die Maschinen schnelles und effektives Handeln und entlasteten zudem die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.
Der Hochwasserschutz gewinnt durch den Klimawandel zunehmend an Bedeutung. Extremwetterereignisse und Hochwasserlagen nehmen zu, die Gefahr steigt auch an der Elbe. Der Landkreis Harburg ist in den vergangenen Jahren zwar von starken Überflutungen und Schäden verschont geblieben, doch umso wichtiger ist die Vorbereitung. In Extremsituationen müssen Deiche gesichert und verstärkt werden. Dann werden Zehntausende Sandsäcke benötigt, um Überströmungen zu verhindern oder Ausschwemmungen vorzubeugen.
Maschinenkraft statt Handarbeit
Die neuen Sandsackfüllmaschinen des Modells Saquick Titan 2400 können pro Abfüllstutzen etwa 650 Sandsäcke pro Stunde füllen. Das ermöglicht eine Gesamtleistung von rund 2.600 Sandsäcken pro Stunde. Bislang mussten die meisten Sandsäcke im Deichverteidigungsfall noch per Hand gefüllt werden oder die Deichverbände waren auf die Hilfe Dritter angewiesen.
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Die hochmodernen Maschinen sparen erhebliche Personalressourcen ein, die an den Einsatzstellen zum Beispiel für den Verbau der Sandsäcke eingesetzt werden können. Mit der neuen Technik sind die Aktiven in der Lage, im Hochwasserfall deutlich schneller und effizienter zu reagieren. Die Ausstattung ergänzt den Bestand an bereits vorhandenen Sandsackfüllmaschinen im Landkreis.
Die Kosten für jede Maschine belaufen sich auf rund 90.000 Euro und werden vom Land getragen. Sandsäcke spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Hochwasser: Sie erhöhen Deiche, stabilisieren Ufer oder dienen als Schutzwall vor Gebäuden und bieten einen effektiven Schutz vor den zerstörerischen Kräften des Wassers. (tj)







