SPD warnt vor Privatisierung der Krankenhäuser Buchholz und Winsen

Die BundestagsabgeordneteSvenja Stadler spricht sich klar gegen eine Privatisierung der Krankenhäuser aus. Foto: Krankenhaus Buchholz/Anya Zuchold
Die BundestagsabgeordneteSvenja Stadler spricht sich klar gegen eine Privatisierung der Krankenhäuser aus. Foto: Krankenhaus Buchholz/Anya Zuchold
Werbung

Stelle/Landkreis Harburg. Die SPD im Landkreis Harburg stellt sich gegen eine mögliche Privatisierung der Krankenhäuser in Buchholz und Winsen. Nachdem Landrat Rainer Rempe am Donnerstag entsprechende Gerüchte dementiert und eine Privatisierung ausgeschlossen hatte, macht nun auch Svenja Stadler (SPD), Vorsitzende der SPD im Landkreis Harburg, ihre Position deutlich. Sie warnt eindringlich vor den Folgen einer Privatisierung und verweist auf das Krankenhaus Geesthacht, wo aus wirtschaftlichen Gründen die Intensivstation sowie die Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe geschlossen wurden.

Werbung

„Es darf keine Privatisierung der Krankenhäuser Buchholz und Winsen geben”, sagt Stadler. Um eine gute und breite Gesundheitsversorgung vor Ort weiterhin zu gewährleisten, müssten diese Kliniken in kommunaler Trägerschaft bleiben. „Andernfalls blüht uns das gleiche Desaster wie dem Krankenhaus Geesthacht, wo jetzt aus wirtschaftlichen Gründen die Intensivstation sowie die Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe geschlossen wurden”, sagt die SPD-Politikerin.

Werbung

Unterstützung erhält Stadler von Dr. Marcel du Moulin, stellvertretender Vorsitzender der Landkreis-SPD und dort zuständig für den Bereich Gesundheit. „Der Weg in die Privatisierung wäre gleichzeitig der Weg in eine schlechtere, nur auf den ökonomischen Effekt zielende Gesundheitsversorgung in unserer Region”, sagt du Moulin. Aus eigener Erfahrung könne er sagen, dass es bei einer Privatisierung für zwei Gruppen schlechter werde: Mitarbeiter und Patienten.

Appell an Verantwortliche

Du Moulin appelliert an die Verantwortlichen, dies zu bedenken und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger nicht aus den Augen zu verlieren. Der Gesundheitsexperte betont, dass eine Privatisierung negative Folgen für die Versorgungsqualität in der Region haben würde.

Stadler räumt ein, dass die Situation eine Herausforderung darstellt. Es sei zweifellos ein Kraftakt, und es stehe außer Frage, dass das Gesundheitssystem prinzipiell vor großen Herausforderungen stünde. „Aber das darf nicht zu Lasten der Menschen gehen, die für uns immer im Mittelpunkt stehen, und nicht der wirtschaftliche Aspekt”, sagt sie. Die strukturell notwendigen Maßnahmen und Reformen im Gesundheitswesen erfordern nach ihrer Einschätzung Ausdauer und Verständnis.

+++ Melde dich jetzt für unseren WhatsApp-Newsticker an und erhalte die wichtigsten Nachrichten direkt auf dein Handy! – Hier klicken und abonnieren +++

„Wenn der Mensch dabei in eine untergeordnete Rolle rutscht, ist das fatal. Eine Privatisierung der Krankenhäuser Buchholz und Winsen muss unbedingt verhindert werden”, sagt Stadler abschließend. (tj)

Werbung
Anzeige - Klicken um die Webseite zu besuchen