
Stelle/Landkreis Harburg. 44 politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Harburg folgten kürzlich der Einladung der CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Cornell Babendererde zu einer dreitägigen Informationsfahrt nach Berlin. Bei hochsommerlichen Temperaturen bot das vom Bundespresseamt organisierte Programm abwechslungsreiche Einblicke in die Bundespolitik, die deutsche Geschichte und die Hauptstadt als politisches Zentrum.
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Zum Auftakt erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Informationsgespräch des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben des Hauses. Das Spektrum reicht von Bildungs- und Chancengerechtigkeit über Familien‑, Jugend- und Seniorenpolitik bis hin zu Gleichstellung und gesellschaftlicher Teilhabe. Anschließend erkundeten die Gäste das Humboldt Forum und begaben sich auf eine visuelle Zeitreise durch acht Jahrhunderte, die ihnen die Geschichte des Ortes näherbrachte.
Ein Höhepunkt war der Besuch des Deutschen Bundestages. Nach einer politisch ausgerichteten Stadtrundfahrt verfolgte die Besuchergruppe eine der letzten Plenarsitzungen vor der Sommerpause. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten einen unmittelbaren Eindruck davon, wie parlamentarische Debatten und politische Entscheidungsprozesse ablaufen.
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Persönlicher Austausch mit der Abgeordneten
Im Anschluss trafen die Gäste ihre Bundestagsabgeordnete zu einem persönlichen Gespräch. Babendererde berichtete über ihren politischen Alltag, die aktuellen Reformen und ihre Arbeit für den Landkreis Harburg. Auch für Fragen, Anregungen und eine offene Diskussion blieb ausreichend Zeit.
Dabei wurde deutlich, welche Themen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer derzeit besonders bewegen. Die Sicherheit der Rente, der gesellschaftliche Zusammenhalt angesichts erstarkender politischer Ränder und die Frage, wie es mit Alpha‑E weitergeht, standen im Mittelpunkt der Diskussion.
Auf den Spuren deutscher Geschichte
Weitere Stationen führten die Gruppe auf den Gendarmenmarkt, der mit dem Konzerthaus sowie dem Deutschen und Französischen Dom zu den bekanntesten historischen Plätzen Berlins zählt. Anschließend besuchten die Gäste den Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße. Die ehemalige Ausreisehalle war während der Teilung Berlins Schauplatz schmerzhafter Abschiede. Persönliche Lebensgeschichten, Originalobjekte und eine erhaltene Passkontrollkabine veranschaulichten, wie Überwachung und Kontrollen den Alltag der Menschen prägten.
Am letzten Tag stand die Gedenkstätte Hohenschönhausen auf dem Programm. Die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit erinnert an die Schicksale der dort inhaftierten Menschen und vermittelt Einblicke in das Unrechtssystem der DDR. Den Abschluss bildete ein Besuch beim Bundesnachrichtendienst mit einem Grundsatzvortrag und einem Rundgang durch die Ausstellung.
Babendererde zeigte sich erfreut über das große Interesse der Besuchergruppe. „Es ist mir wichtig, den Menschen aus dem Landkreis Harburg einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit des Deutschen Bundestages zu ermöglichen”, sagt sie. Wer Politik vor Ort erlebe und miteinander ins Gespräch komme, könne politische Entscheidungen besser nachvollziehen. „Die Informationsfahrten leisten hierzu einen wertvollen Beitrag”, sagt Babendererde. (dh)
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