Stelle/Landkreis Harburg. Das Bundeskabinett hat vor Weihnachten einen Gesetzentwurf zum Umgang mit dem Wolf verabschiedet. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Cornell Babendererde begrüßt den Beschluss. „Die Entscheidung zeigt, dass die Bundesregierung die Sorgen der Weidetierhalter ernst nimmt und den Artenschutz mit den berechtigten Interessen der Landwirtschaft in Einklang bringt”, sagt Babendererde.
Der Gesetzentwurf sieht vor, den Wolf in das Bundesjagdrecht aufzunehmen. Zugleich sollen notwendige Anpassungen im Bundesnaturschutzgesetz vorgenommen werden. Künftig können sogenannte Problemwölfe schneller und mit deutlich geringerem bürokratischem Aufwand entnommen werden. Die Länder erhalten die Möglichkeit, in Regionen mit hohen Wolfsbeständen ein regionales Bestandsmanagement einzuführen, sofern der günstige Erhaltungszustand gewahrt bleibt.
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Deichbeweidung im Landkreis Harburg betroffen
In den vergangenen Jahren hat sich die Wolfspopulation in Deutschland deutlich vergrößert. Die Herausforderungen für Weidetierhalter sind damit spürbar gewachsen. Wiederholte Übergriffe auf Nutztiere, auch im Landkreis Harburg, haben gezeigt, dass selbst umfangreiche Herdenschutzmaßnahmen nicht überall wirksam oder praktikabel sind. Im Landkreis Harburg ist die Beweidung der Deiche mit Schafen unerlässlich und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Hochwasserschutz.
Babendererde ist zuversichtlich. „Mit dem Kabinettsbeschluss ist der Weg nun frei für das parlamentarische Verfahren. Wir sind damit einen großen und wichtigen Schritt vorangekommen, um das Zusammenleben von Mensch, Nutztier und Wolf wieder ausgewogen und praxistauglich zu gestalten”, sagt sie. (dh)










