
Stelle/Winsen (Luhe). Die SPD Winsen (Luhe) hat Christine Glawe zur Bürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahl 2026 nominiert. Die Mitgliederversammlung traf die Entscheidung am Freitag, 14. November. Glawe sitzt seit 2021 im Winsener Stadtrat und konzentriert sich auf die Themen Bildung, Kinder und Finanzen.
Seit 2021 führt sie den Ausschuss für Schulen und Kindertagesstätten und ist Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen, Beteiligungen und Personal. Im Jahr 2023 wählte sie der Rat zur stellvertretenden Ratsvorsitzenden. Sie löste damit Michael Schulze vom Fraktionsvorsitz ab. In ihrer Bewerbungsrede beschrieb Glawe die strukturellen Herausforderungen der Stadt. Der wachsende Sanierungs- und Investitionsbedarf kommunaler Einrichtungen belaste den Haushalt zunehmend. Dies nehme Einfluss auf freiwillige Leistungen und langfristige Projekte und erschwere eine zukunftsgerichtete Planung.
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Bezahlbarer Wohnraum und Bürgerbeteiligung im Fokus
Die Situation auf dem Wohnungsmarkt bezeichnete sie als kritisch. Steigende Preise erschwerten Familien, jungen Menschen, Alleinerziehenden sowie Seniorinnen und Senioren, bezahlbaren Wohnraum zu finden. „Es müssen endlich Orte geschaffen werden, wo ältere und jüngere Menschen gemeinsam leben. Quartiere müssen ganzheitlich durchdacht werden und vor allem durch intensiven Austausch auf Akzeptanz bei unseren Bürgerinnen und Bürgern treffen. Wohnraum darf keine Frage des Geldbeutels sein, sondern muss für jeden in Winsen wieder bezahlbar werden”, sagte Glawe.
Sie kündigte an, Entscheidungsprozesse transparenter zu gestalten und die Nachvollziehbarkeit kommunaler Politik zu erhöhen. „Um eine Kultur der Offenheit und des Vertrauens zu schaffen, dürfen Entscheidungen nicht das Ergebnis eines politischen Zieles einer bestimmten Partei sein, sondern, weil sie fundiert und im Austausch mit unseren Bürgerinnen und Bürgern und den politischen Gremien getroffen werden”, sagte sie.
Die Bürgerinnen und Bürger müssten sich ernst genommen fühlen. Die Verwaltung dürfe nicht als störend empfunden werden, sondern als Partner und Unterstützer. Die Co-Vorsitzende der SPD Winsen, Dominique Sechi, lobte die Entscheidung der Mitglieder. „Christine Glawe bringt fundierte Erfahrung aus ihrer Ratsarbeit mit und ist mit den zentralen Themen der Stadt vertraut”, sagte Sechi. Der Ortsverein steige nun mit der offiziellen Kandidatin in die Vorbereitung des Wahljahres 2026 ein. (dh)










