Von Winsen nach Berlin: 44 Bürger aus dem Landkreis Harburg erleben Politik hautnah

44 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Harburg besuchten auf Einladung von Dr. Cornell Babendererde den Deutschen Bundestag in Berlin. Foto: Bundesregierung/StadtLandMensch-Fotografie
44 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Harburg besuchten auf Einladung von Dr. Cornell Babendererde den Deutschen Bundestag in Berlin. Foto: Bundesregierung/StadtLandMensch-Fotografie

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Stelle/Landkreis Harburg. 44 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Harburg erlebten Politik und Geschichte hautnah bei einer dreitägigen Informationsfahrt nach Berlin. Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Dr. Cornell Babendererde reiste die Gruppe gemeinsam mit dem Bus von Winsen in die Hauptstadt.

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Das vom Bundespresseamt organisierte Programm bot vielfältige Einblicke. Im Futurium, dem Haus der Zukünfte, setzten sich die Gäste mit Fragen rund um Gesellschaft, Technologie und Nachhaltigkeit auseinander. Besonders eindrücklich war der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Stasi. Geführt von Zeitzeugen erhielten die Gäste unmittelbare Einblicke in persönliche Schicksale politischer Verfolgung.

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Emotional wurde es im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Für einige Teilnehmende war der Besuch eng mit der eigenen Familiengeschichte verbunden. Bei der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk wurde deutlich, welche zentrale Rolle die Organisation im Bevölkerungsschutz einnimmt. Rund 88.000 Helferinnen und Helfer leisten technische Hilfe bei Katastrophen und Unglücksfällen.

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Austausch über Bahntrasse und Bürokratie

Den politischen Höhepunkt bildete der Besuch des Deutschen Bundestages. Von der Zuschauertribüne des Plenarsaals aus verfolgten die Gäste einen Vortrag über Aufgaben und Organisationsstrukturen des Parlaments. Im anschließenden persönlichen Austausch mit Babendererde stand die geplante Neubautrasse der Deutschen Bahn zwischen Hamburg und Hannover im Mittelpunkt. Die Abgeordnete bekräftigte ihre klare Haltung gegen den Streckenneubau und verwies auf den Alpha-E-Kompromiss.

„Über den Ausbau der Schieneninfrastruktur zwischen Hamburg und Hannover entscheidet der Deutsche Bundestag, nicht der Bahnkonzern”, sagt Babendererde. Am 20. April finde eine öffentliche Anhörung zu diesem Thema statt. Auch Fragen zu Bürokratie und Dokumentationspflichten wurden diskutiert.

„Bürokratieabbau ist notwendig, aber als Rechtsstaat brauchen wir auch klare Regeln und nachvollziehbare Verfahren, etwa um Korruption vorzubeugen und den Verbraucherschutz zu gewährleisten”, sagt die Abgeordnete. Am Ende gelte: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Die Informationsfahrt zeige, wie lebendig Politik werde, wenn Menschen sie vor Ort erleben, so Babendererde abschließend. (dh)

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