Stelle. In den vergangenen Wochen häufen sich die Meldungen über den Eichenprozessionsspinner in der Gemeinde. Die Verwaltung nimmt die Entwicklung ernst und will die Sicherheit der Bürger gewährleisten.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein heimischer Nachtfalter. Seine Raupen tragen feine Brennhaare, die ein Nesselgift enthalten. Bei Kontakt mit Haut, Augen oder Atemwegen kann das Gift zu Reizungen, Hautausschlag oder allergischen Reaktionen führen.
Besonders gefährdet sind Menschen, die sich in der Nähe befallener Eichen aufhalten. Die Raupen sind vor allem von Ende Mai bis Anfang August aktiv. Danach lässt die Gefahr deutlich nach. Ab August haben die Raupen ihre Brennhaare verloren und verpuppen sich.
Schwere allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock sind theoretisch möglich. In der Praxis kommen sie aber extrem selten vor. In Deutschland sind bisher nur einzelne Vorfälle dokumentiert, die direkt auf den Kontakt mit den Brennhaaren zurückzuführen sind. Die meisten Kontakte führen zu leichten Hautreizungen oder Juckreiz, die nach kurzer Zeit wieder abklingen.
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Gemeinde Stelle lässt Bäume überprüfen
Bäume im Bereich von Kindertagesstätten, Schulen und Spielplätzen werden möglichst umgehend von Fachfirmen auf Befall überprüft. Bei Bedarf werden sie behandelt. Die Spezialisten saugen die Nester ab und entfernen die Raupen, um den Kontakt mit Menschen zu vermeiden. In betroffenen Gebieten werden Warnschilder aufgestellt. Sie sollen Spaziergänger, Radfahrer und Anwohner informieren.
Mit einfachen Mitteln lässt sich das Risiko minimieren. Befallene Bäume sollten gemieden werden. Zu Eichen mit sichtbaren Gespinsten oder Raupenansammlungen sollte Abstand gehalten werden. Bei Spaziergängen in betroffenen Gebieten empfiehlt sich das Tragen langer Ärmel und Hosen.
Hunde sollten in betroffenen Gebieten angeleint werden. So wird verhindert, dass sie die Raupen oder Haare aufnehmen. Bei Hautreizungen, Juckreiz oder Atembeschwerden nach Kontakt mit den Raupen oder ihren Haaren sollten die betroffenen Hautstellen mit Wasser und Seife abgespült werden. (dh)
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