Stelle/Landkreis Harburg. Erstmals ist im Landkreis Harburg die Aujeszkysche Krankheit bei einem Wildschwein nachgewiesen worden. Das Virus wurde bei der routinemäßigen Beprobung eines erlegten Tieres festgestellt. Zuvor hatte es bereits Fälle im Nachbarlandkreis Lüneburg gegeben.
Das Kreisveterinäramt rät Tierhaltern zur Vorsicht, betont aber, dass für Menschen keine Gefahr besteht. Die Aujeszkysche Krankheit ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die für Hunde, Katzen und andere Fleischfresser in der Regel tödlich verläuft. Wildschweine überstehen eine Erkrankung meist und können das Virus dann ein Leben lang über ihre Exkremente und Körperflüssigkeiten übertragen. Eine Impfung oder Behandlungsmöglichkeit gibt es nicht.
„Insbesondere Hundehalter sollten ihre Tiere auch außerhalb der während der Brut- und Setzzeit von 1. April bis 15. Juli geltenden Leinenpflicht in der freien Landschaft und im Wald an der Leine führen”, sagt Thorsten Völker, Leiter der Abteilung Migration, Ordnung und Verbraucherschutz der Kreisverwaltung. Der Veterinärdienst gehört zu dieser Abteilung.
+++ Melde dich jetzt für unseren WhatsApp-Newsticker an und erhalte die wichtigsten Nachrichten direkt auf dein Handy! – Hier klicken und abonnieren +++
Besondere Vorsicht für Jäger
Alle Hausschweinebetriebe, insbesondere solche mit Freilandhaltung, sollten die Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihrer Bestände sorgfältig beachten. Jägern wird dringend empfohlen, keinen Wildschweinaufbruch an ihre Hunde oder andere Tiere zu verfüttern. Auch bei der Nachsuche sollten Hunde an der langen Leine geführt werden. Während und nach der Jagd sollte verhindert werden, dass Hunde direkten Kontakt zu geschossenen Tieren haben. Nur so kann eine Infektion durch das Blut der Wildschweine ausgeschlossen werden.
Das Virus ist sehr überlebensfähig und wird weder durch Fleischreifung noch beim Gefrieren abgetötet. Bisher war bei routinemäßigen Untersuchungen von mehr als zehn Prozent der erlegten Wildschweine und sämtlichem Fallwild im Landkreis Harburg kein Fall der Aujeszkyschen Krankheit festgestellt worden. Weitere Informationen gibt es beim Veterinärdienst der Kreisverwaltung telefonisch unter 04171/693466. (dh)








