Stelle. Nicht abgeholte Gelbe Säcke liegen vielerorts im Landkreis Harburg tagelang an Straßen und Grundstückseinfahrten. Der Wind weht sie durch die Gegend und beschädigt sie, Tiere reißen sie auf. Täglich gehen Beschwerden bei Landrat Rainer Rempe und in den Rathäusern der Kommunen ein.
Zuständig für die Abholung ist allerdings nicht der Landkreis, sondern das Unternehmen Knettenbrech & Gurdulic mit Sitz in Marxen. Die Firma führt die Sammlung im Auftrag der privatwirtschaftlich organisierten Dualen Systeme durch. In Kürze sollen Gelbe Tonnen die Säcke ersetzen. Finanziert wird das System über Lizenzentgelte, die alle Kunden beim Kauf entsprechend verpackter Produkte mitbezahlen.
Rempe hat gegenüber dem beauftragten Unternehmen nun deutlich gemacht, dass er die Situation für nicht hinnehmbar hält. „Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis haben ein Recht auf die ordnungsgemäße Abholung und Entsorgung ihres Verpackungsmülls”, sagt Rempe, der auch im Namen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis spricht. Es könne nicht sein, dass es fortwährend zu Verzögerungen und Ausfällen komme.
+++ Melde dich jetzt für unseren WhatsApp-Newsticker an und erhalte die wichtigsten Nachrichten direkt auf dein Handy! – Hier klicken und abonnieren +++
Kommunikation mangelhaft
In einem Schreiben an „Knettenbrech & Gurdulic” fordert der Landrat eine sofortige Verbesserung bei der Sammlung der Verpackungsabfälle. Er bemängelt auch die Kommunikation des Unternehmens, das immer wieder nur unzureichend oder zu spät über Personalengpässe informiert. „Viele Bürgerinnen und Bürger wenden sich an unsere Abfallwirtschaft, wenn die Gelben Säcke liegen bleiben”, sagt Rempe.
Wenn seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber keine rechtzeitigen und verlässlichen Informationen bekämen, könnten sie diese auch nicht weitergeben. Das falle dann wieder auf den Landkreis zurück, ärgert sich Rempe. Landrat und Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind sich einig: Es müsse schnell etwas passieren. Die Bürgerinnen und Bürger müssten sich darauf verlassen können, dass die Abfuhr reibungslos funktioniert und die Gelben Säcke nicht tagelang das Straßenbild verschandeln. Noch schlimmer sei es, wenn sich der Inhalt überall verteile. Das konterkariere den Gedanken von Umweltschutz und Recycling, heißt es. (dh)









