Gute Nachrichten: Bahnbrücke in Stelle ab Dezember wieder einspurig befahrbar

Die Bahnbrücke in Stelle musste sofort für jeglichen Fuß- und Straßenverkehr gesperrt werden, Foto: Hamann
Die Bahnbrücke in Stelle musste im Februar sofort für jeglichen Fuß- und Straßenverkehr gesperrt werden. Foto: Hamann
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Stelle. Die seit Februar gesperrte Bahnbrücke an der Kreisstraße 22 zwischen Stelle und Fliegenberg kann ab Dezember wieder genutzt werden. Nach intensiven Untersuchungen geben Gutachter grünes Licht für eine eingeschränkte Freigabe. Der Verkehr soll einspurig mit Ampelsteuerung fließen.

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„Wir bereiten jetzt schnellstmöglich alles vor und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die Bahnbrücke möglichst ab der Adventszeit wieder einspurig genutzt werden kann”, sagt Robert Panusch vom Betrieb Kreisstraßen. Der Landkreis Harburg hatte die gut 50 Jahre alte Brücke im Februar komplett gesperrt. Bei einer statischen Nachberechnung stellte sich heraus, dass die Tragfähigkeit der Brücke kritisch zu sehen ist.

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Bei der Herstellung 1975 wurde ein Spannstahl verbaut, der nach heutigem Standard als spannungsrissgefährdet einzustufen ist. Ein Zweitgutachten bestätigte die erste Einschätzung. „In dem Fall hatte Sicherheit eindeutig Priorität”, betont Panusch. Die Schäden waren äußerlich nicht sichtbar und auch bei Routineuntersuchungen nicht feststellbar.

Der Landkreis gab daher weitere genaue Untersuchungen des Mittelteils über den Gleisen in Auftrag. Diese Prüfungen fanden Anfang November statt, nachdem Sperrpausen mit der Deutschen Bahn abgestimmt worden waren. Die Gutachter stellten Risse fest, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit dem Spannstahl stehen. Daher halten sie eine eingeschränkte Nutzung für vertretbar.

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Strenge Gewichtsbegrenzung und Abstandsregeln

Die Brücke kann einspurig für Autos, Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden. Das maximal zulässige Gesamtgewicht beträgt 30 Tonnen. „Das ist wichtig, um die Lebensdauer der Brücke möglichst lange zu erhalten”, erklärt Panusch. Fahrzeuge über 7,5 Tonnen müssen mindestens 50 Meter Abstand einhalten. „Jede Nutzung über diese Beschränkung hinaus birgt die Gefahr, dass sich die Schäden an der Brücke erheblich vergrößern und eine erneute Vollsperrung erfordern”, warnt Panusch.

Der Bahnverkehr zwischen Hamburg und Lüneburg wird nicht beeinträchtigt. Die Brücke ist alters- und konstruktionsbedingt so beschädigt, dass sie nicht mehr saniert werden kann. Der Bauplanungsausschuss sprach sich bereits grundsätzlich für einen Ersatzneubau aus. „Bis zu einem Neubau werden wir die Entwicklung des Brückenzustands weiter engmaschig überwachen”, kündigt Panusch an. Der Landkreis Harburg bittet alle Verkehrsteilnehmer, die Hinweise auf der Beschilderung ernst zu nehmen und einzuhalten. (dh)

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