Landkreis Harburg: Mehr Ernte trotz Wetterkapriolen – Preise bleiben Sorgenkind

Die symbolische Übergabe der Erntegaben nutzen (von links) Erster Kreisrat Josef Nießen, Kreislandwirt Martin Peters, Kreislandvolkvorsitzender Wilhelm Neven und Landrat Rainer Rempe zum Gespräch über die Bedeutung und Herausforderungen der Landwirtschaft im Landkreis Harburg. Foto: Landkreis Harburg
Die symbolische Übergabe der Erntegaben nutzen (von links) Erster Kreisrat Josef Nießen, Kreislandwirt Martin Peters, Kreislandvolkvorsitzender Wilhelm Neven und Landrat Rainer Rempe zum Gespräch über die Bedeutung und Herausforderungen der Landwirtschaft im Landkreis Harburg. Foto: Landkreis Harburg

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Stelle/Landkreis Harburg. Beim traditionellen Erntegespräch des Landkreises Harburg zogen Martin Peters und Wilhelm Neven eine durchwachsene Bilanz. Kreislandwirt Peters und der Landvolkvorsitzende Neven übergaben einen Erntekorb an Landrat Rainer Rempe (CDU) und Ersten Kreisrat Josef Nießen.

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Ein Landwirt in Deutschland versorgt durchschnittlich 147 Menschen mit Lebensmitteln – mehr als dreimal so viele wie noch 1980. Die Bedeutung der Landwirtschaft für den Landkreis unterstreicht auch die Fläche: Knapp die Hälfte des Kreisgebietes wird landwirtschaftlich genutzt, was etwa 55.000 Hektar entspricht.

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Die Ernte 2025 brachte trotz schwieriger Wetterbedingungen positive Ergebnisse. Nach Nachtfrösten und einer langen Trockenphase von Februar bis April retteten die Regenfälle in den Hauptvegetationsmonaten Mai und Juni die Ernte.

Gute Erträge – schwache Preise

Die Getreideernte liegt etwa 15 Prozent über dem Durchschnitt. Allerdings dämpft ein Preisrückgang von rund zehn Prozent die Freude der Landwirte. Auch bei Kartoffeln verzeichnen die Betriebe gute Erträge bei gleichzeitig niedrigen Preisen.

Gemischte Situation bei der Tierhaltung

Während die Rindfleischpreise ein historisches Hoch erreichten, wirtschaften Schweinemäster derzeit nicht kostendeckend. Die Milchpreise bewegen sich auf gutem Niveau, zeigen allerdings eine stark fallende Tendenz. Die Landwirtschaft steht vor besonderen Herausforderungen durch den Klimawandel. Extreme Wetterereignisse wie Dürreperioden, Starkregen und Stürme erfordern neue Anpassungsstrategien der Betriebe. (dh)

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