Stelle/Landkreis Harburg. Sobald die ersten Blumen sowie zahlreiche weitere Pflanzen und Bäume blühen, schwirren die ersten Schmetterlinge und Insekten zu den mit Nektar gefüllten Blüten. Auch Hornissen krabbeln nach dem Winter wieder aus ihrem Winterunterschlupf.
Das Volk eines Hornissenstaates stirbt bis auf die begattete junge Hornissenkönigin, die geschützt in Totholz, unter Laub oder in Erdlöchern in die Winterstarre fällt. Erwacht die Hornissenkönigin, gründet sie neue Völker. Alte Nester werden im Frühling nicht mehr besiedelt.
In Deutschland gibt es aktuell zwei Hornissenarten, die am häufigsten vorkommen: die Europäische Hornisse und die Asiatische Hornisse. Beide haben gemeinsam, dass sie Menschen gegenüber deutlich friedfertiger sind als Wespen. Hornissen besuchen in der Regel keinen Kaffeetisch oder das herrlich duftende Grillfest von uns Menschen, da sie ein anderes Nahrungsspektrum haben.
Asiatische Hornisse bedroht heimische Arten
Der Naturschutzbund Deutschland e. V. ruft zu einer Artenzählung auf. Die Asiatische Hornisse, die als invasiv gilt, wurde erstmals 2014 in Waghäusel nördlich von Karlsruhe fotografiert. Ursprünglich stammt sie aus Südostasien und wurde durch den Import von Waren nach Südwestfrankreich eingeschleppt. In Europa hat die Asiatische Hornisse kaum natürliche Feinde, was ihre rasche Ausbreitung begünstigt.
Dies stellt eine ernst zu nehmende Bedrohung für heimische Insektenarten dar, da sie auch die Europäische Hornisse und insbesondere Honigbienen verdrängen kann. Diese stehen im Vergleich zur europäischen Art auf ihrem Speiseplan.
Jede Beobachtung zählt
Die NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser bittet darum, Beobachtungen beider Arten – möglichst mit Foto – zu melden. Meldungen sind online unter www.nabu.de/vespavelutina möglich. Bürgerinnen und Bürger helfen damit, die Ausbreitung besser einschätzen und dokumentieren zu können.
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„Für alle Interessierten hält der NABU zudem die Broschüre ‚Bienen, Wespen und Hornissen‘ bereit. Sie kann gegen Einsendung von Briefmarken im Wert von drei Euro bei der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser angefordert werden, Stichwort ‚Hornissen‘, Bertha-von-Suttner-Allee 1, 21614 Buxtehude. Alternativ kann sie jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr und nach Absprache in der Regionalgeschäftsstelle erworben werden“, so Jana Jensen, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser. (af)









