Stelle. Das Freibad Stelle bleibt geschlossen. Wann sich das ändert, ist völlig offen. Knapp 50 Bürger kamen jetzt zur Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Soziales, Sport und Ehrenamt unter dem Vorsitz von Jannik Stuhr (CDU), um endlich Neuigkeiten zu erfahren. Die Verwaltung kam erstmals nach der Bekanntgabe der Schließung offiziell zu Wort.
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Am Montag, 11. Mai stellte die Verwaltung fest, dass es sich um einen größeren Schaden handelt. Nach dem Befüllen des Bades zeigte sich schnell: Das Becken ist undicht. Die Verwaltung kontaktierte sofort die Fachfirma aus Österreich, die das Freibad damals erbaut hatte. Diese schickte ein Team zur Ursachenforschung nach Stelle.
Die Experten entdeckten schnell Leckagen am Beckenboden und schweißten diese fachmännisch. Doch damit ist die Sache nicht erledigt. Nun muss geklärt werden, ob weitere Schäden an Rohrleitungen, Einströmungen oder im Becken selbst vorliegen. Dafür ist eine zweite Dichtigkeitsprüfung nötig. Wann diese stattfindet, ist derzeit noch unklar.
Bürgermeister Robert Isernhagen will das Becken nicht einfach wieder mit Wasser befüllen, um zu prüfen, ob es dicht ist. Die Kosten in Höhe von 2.500 Euro für eine Befüllung will er nicht riskieren. Das Becken fasst insgesamt 800.000 Liter Wasser, die Befüllung dauert mehrere Tage.

Mittlerweile hat sich ein Förderverein für das Steller Freibad gegründet. Ideen und Projekte sollen im gemeinsamen Austausch mit der Verwaltung entwickelt werden.
Warten auf Experten aus Österreich
Derzeit weiß die Verwaltung in Stelle nicht, wann es wie weitergeht. Die Fachfirma aus Österreich lässt auf sich warten. „Wir machen Druck, dass die hier so schnell wie möglich auftauchen”, sagt Isernhagen.
Ortspolitiker fragten, wie es nun genau weitergehen könnte. Sie wollten wissen, ob nicht eine Zwischennutzung des Nichtschwimmerbereichs möglich wäre. Isernhagen blockte die Fragen ab. Er wolle nicht spekulieren, sondern das Ergebnis der Dichtigkeitsprüfung abwarten. „Heute Abend keine Bekanntgabe ob oder ob nicht. Wir müssen die Prüfung abwarten. Ich muss das verantworten. In zwei drei Wochen können wir weiter gucken”, sagt Isernhagen.
Wie hoch die Kosten des Einsatzes der Fachfirma sein werden, konnte ebenfalls noch nicht beziffert werden. (tj)
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