
Stelle/Winsen (Luhe)/Buchholz. Rund 3.000 Hebammen aus etwa 120 Ländern kamen im Juni in Lissabon zusammen, um beim 34. Internationalen Hebammenkongress über die Zukunft ihres Berufs zu diskutieren. Unter dem Motto „One Million More Midwives” tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fünf Tage lang über ihre Arbeit aus. Auch drei erfahrene Hebammen aus den Krankenhäusern Buchholz und Winsen waren vor Ort.
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Der internationale Kongress findet alle drei Jahre an einem anderen Ort statt. Neben fachlichen Impulsen standen vor allem persönliche Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich über unterschiedliche Arbeitsbedingungen und Herausforderungen in ihren Ländern aus.
Katrin Wellen, seit 17 Jahren Hebamme im Krankenhaus Buchholz, nahm zum ersten Mal an dem Weltkongress teil. Die vielfältigen Perspektiven auf die Hebammenarbeit hätten sie beeindruckt, sagt Wellen. Die Vernetzung und der Austausch auch auf internationaler Ebene sei so bedeutend. Das stärke die Zusammenarbeit, fördere die Sichtbarkeit des Hebammenberufes und leiste einen wichtigen Beitrag dazu, die Zukunft der Geburtshilfe mitzugestalten und langfristig zu sichern.
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Hohe Standards im Landkreis Harburg
Der Austausch über Ländergrenzen hinweg habe ihr auch noch einmal gezeigt, auf welch hohem Niveau in den Krankenhäusern im Landkreis Harburg gearbeitet werde, sagt Wellen. Es herrsche eine familiäre Atmosphäre und individuelle Betreuung auf der Grundlage von hoher fachlicher Expertise.
Die Stimmung in der Stadt und das Gefühl der Gemeinschaft unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sei ganz besonders gewesen. Es habe einen gemeinsamen Marsch vom Hafen in die Stadt gegeben, um auf den weltweiten Hebammenmangel aufmerksam zu machen, sagt Wellen.
Weltweiter Mangel an Hebammen
Der internationale Austausch mache einmal mehr deutlich, dass der Mangel an Hebammen vielerorts ein großes Problem der geburtshilflichen Versorgung darstellt. Gemeinsame Lösungen und eine stärkere Förderung des Berufs seien erforderlich. (dh)
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