
Stelle/Winsen (Luhe). Das Gebäude in der Luhestraße 19 wurde 1647 errichtet, zum Ende des Dreißigjährigen Krieges. Zunächst diente es als Nebengebäude eines benachbarten Wohnhauses. Seit knapp drei Jahren ist die Luhestraße 19 im Besitz des Heimat- und Museumsvereins und wird aktuell behutsam restauriert, um das besondere Denkmal für die Nachwelt zu erhalten und als musealen Ort für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
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Ab 1820 war das Gebäude bewohnt und diente einer Handwerkerfamilie als Wohnhaus. Seither hat sich dort baulich einiges verändert. Das Museum im Marstall arbeitet nun daran, die historische Substanz zu sichern und gleichzeitig die verschiedenen Bauphasen sichtbar zu machen.
Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, öffnet das Museum im Marstall das Gebäude und zeigt Interessierten die Besonderheiten der Luhestraße 19 sowie Einzelheiten zur aktuellen Restaurierung. Von 13 bis 16 Uhr können Besucher an Führungen teilnehmen und Spannendes zur Geschichte des Hauses erfahren.
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Handwerker zeigen traditionelle Techniken
In den letzten Monaten waren zahlreiche Handwerker, Gutachter und Restauratoren vor Ort. Am Dach und am Fachwerk wurde ebenso gearbeitet wie an den Innenwänden und den Fußböden. Zwei Handwerker zeigen zum Tag des offenen Denkmals, wie ihre Tätigkeiten aussehen und was für sie das Besondere an diesem Ort ist.
Tassilo Turner, Spezialist für Fachwerksanierung, wird erläutern, welche Arbeiten ein Gebäude wie das in der Luhestraße erfordert. Das Einarbeiten neuer Fachwerkschwellen bei einem stark verformten Haus ist ebenso aufwändig wie die Ergänzung abgängiger Tragehölzer. Dabei stellt er auch typische Zimmermannsarbeiten vor, die bei seinen Arbeiten nach wie vor zum Einsatz kommen.
Farbschichten erzählen Geschichte
Thorsten Neidhardt, Restaurator und Malermeister im Handwerk, ist zuständig für die Restaurierung und Wiederherstellung der Wandoberflächen in der Luhestraße 19. Er führt vor Ort einige Arbeiten vor, wie das Anlegen und Freilegen von sogenannten Farbtreppen. Dabei werden die verschiedensten Farbschichten auf der Wand sichtbar gemacht.
Die Führungen beginnen um 13 Uhr, 13.45 Uhr, 14.30 Uhr und 15.15 Uhr. Der Zugang ins Gebäude ist nicht barrierefrei. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich, mit Wartezeiten muss allerdings gerechnet werden. Diese können mit den Präsentationen der beiden Handwerker gut überbrückt werden.
Das wohl kleinste Gebäude Winsens steht bisher nur an ausgewählten Tagen für die Öffentlichkeit zur Besichtigung frei. Zum Tag des offenen Denkmals begrüßt das Museum Besucher von 13 bis 16 Uhr direkt vor Ort in der Luhestraße 19. (dh)
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