
Stelle/Buchholz/Winsen (Luhe). Die Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft im Landkreis Harburg bleibt bestehen. Landrat Rainer Rempe und der Buchholzer Erste Stadtrat Dirk Hirsch haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die Finanzierung der Einrichtung bis zum 30. Juni 2029 sichert.
Die Koordinierungsstelle mit ihren beiden Büros in Buchholz und Winsen ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der regionalen Wirtschaft, dem Arbeitsmarkt und den im Landkreis lebenden Frauen. Der Landkreis Harburg und die Stadt Buchholz übernehmen weiterhin die Kofinanzierung. 70 Prozent der Mittel kommen über den Europäischen Sozialfonds (ESF) von der EU und dem Land. Die restlichen 30 Prozent tragen Landkreis und Stadt gemeinsam.
Landrat Rempe betonte bei der Vertragsunterzeichnung die Bedeutung der Koordinierungsstelle. „Hier finden Frauen kompetente Ansprechpartnerinnen und ein umfangreiches Beratungsangebot”, sagte er. Die Koordinierungsstelle sei die erste Anlaufstelle, wenn es um den Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit, familienorientierte Personalpolitik und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehe. Gleichzeitig würden kleine und mittlere Unternehmen im Landkreis unterstützt, familienorientierte Arbeitsbedingungen einzuführen und weiterzuentwickeln.
„Das trägt dazu bei, qualifizierte Arbeitskräfte in der Region zu binden und ist eine wichtige Maßnahme gegen den zunehmenden Fachkräftemangel”, sagte Rempe. Erster Stadtrat Hirsch hob die etablierte Stellung der Einrichtung in Buchholz hervor. „Das Angebot ist seit Jahren in Buchholz etabliert und fester Bestandteil”, sagte er. Er freue sich sehr, dass die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden könne.
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Über 100 Frauen im Jahr beraten
Die Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft Landkreis Harburg wurde Anfang 2008 eingerichtet. Träger ist der zertifizierte Bildungsträger feffa e.V. Neben dem Beratungsangebot an den beiden Standorten Buchholz und Winsen gehören auch ein Weiterbildungsprogramm, Netzwerkarbeit und die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen zu den Aufgaben.
Für Frauen ist die Koordinierungsstelle Anlaufstelle in allen berufsbezogenen Fragen. Die Einrichtung unterstützt Frauen durch Beratung und Bildungsangebote beim beruflichen Wiedereinstieg und in der beruflichen Laufbahn. Das Angebot umfasst individuelle Beratung, Tipps zur Jobsuche über soziale Medien sowie Beratung für Beschäftigte, die Beruf und Familie vereinbaren müssen. Auch Informationen zu beruflicher Neuorientierung, zur aktuellen Arbeitsmarktsituation und Fachkräftenachfrage sowie zu Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es.
„Die Beratungs- und Informationsangebote werden gut angenommen”, sagen die Projektleiterinnen Andrea Kowalewski und Inga Seba-Eichert. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 100 Frauen beraten, weitere 285 Teilnehmerinnen haben an Vorträgen und Workshops teilgenommen. Auch die Unterstützung der Mitgliedsunternehmen gehört zu den Aufgaben. Dazu gibt es beispielsweise Ferienbetreuung für Schulkinder, Weiterbildungsangebote und Vermittlungsunterstützung durch einen Personalpool sowie Beratung und Information zur Einrichtung familienorientierter Maßnahmen. (dh)








