
Stelle/Winsen (Luhe). Eine halbe Million Euro fließt allein in diesem Jahr aus dem Bundesprogramm „Lebendige Zentren” nach Winsen. Die Stadt an der Luhe gehört damit zu den 9,1 Millionen Menschen bundesweit, die in Fördergebieten der Städtebauförderung leben. Anlässlich des Tags der Städtebauförderung am Samstag, 9. Mai, betonten die CDU-Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Harburg, Dr. Cornell Babendererde, und Winsens Bürgermeister André Wiese die Bedeutung der Bundesförderung.
Die Städtebauförderung sei unverzichtbarer Motor für starke Kommunen, sagen beide. Sie erneuere nicht nur Städte und Gemeinden, sondern verbessere ganz konkret die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Das Programm „Lebendige Zentren” zielt darauf ab, Stadt- und Ortskerne attraktiver zu gestalten und sie als identitätsstiftende Orte für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur weiterzuentwickeln.
Der Strukturwandel in den Innenstädten sei längst Realität, Leerstand vielerorts unübersehbar, erklärt Babendererde. Diesen Veränderungen dürfe man sich weder verschließen noch am Status quo festhalten. Vielmehr müsse man die Stadtzentren an veränderte Lebensweisen und Konsumgewohnheiten anpassen und zukunftsfest machen, sagt die Bundestagsabgeordnete. Die Städtebauförderung des Bundes leiste hierzu mit ihren unterschiedlichen Programmen einen entscheidenden Beitrag.
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Seit Beginn der Städtebauförderung im Jahr 1971 sind knapp 6,9 Millionen Euro aus verschiedenen Programmen nach Winsen geflossen. Für den gesamten Landkreis Harburg summiert sich die Fördersumme inzwischen auf rund 10,5 Millionen Euro. Die Zahlen zeigen, wie kontinuierlich der Bund die Region unterstützt.
Vom Wohngebiet bis zur Innenstadt
Ohne die Unterstützung aus Berlin hätten zahlreiche Projekte nicht umgesetzt werden können, betont Bürgermeister Wiese. Er denke dabei etwa an die Aufwertung des Wohngebiets Albert-Schweitzer-Straße im Rahmen des Programms „Soziale Stadt” oder an die Neugestaltung der Innenstadt. Diese Maßnahmen hätten nicht nur das Stadtbild verbessert, sondern auch die Lebensqualität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gestärkt, sagt Wiese.
Die Städtebauförderung schaffe lebendige Ortskerne, stärke Innenstädte und gestalte öffentliche Räume, in denen Menschen gerne zusammenkommen, sind sich Babendererde und Wiese einig. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und angespannter öffentlicher Haushalte seien solche Investitionen von besonderer Bedeutung. Menschen brauchten attraktive öffentliche Räume, Orte der Begegnung und Möglichkeiten zur Erholung direkt vor ihrer Haustür.
Für viele Kommunen sei die Städtebauförderung der entscheidende Schlüssel, um wichtige Projekte überhaupt realisieren zu können, ergänzt Wiese aus seiner Erfahrung als Bürgermeister. Gleichzeitig löse jeder investierte Euro zusätzliche Investitionen aus und stärke damit nachhaltig die Entwicklung vor Ort.Anlässlich des bundesweiten Tags der Städtebauförderung, der in diesem Jahr zum 55. Mal stattfand, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion einen Antrag in den Deutschen Bundestag eingebracht. Der Antrag trägt den Titel „Tag der Städtebauförderung – Motor für starke Städte und Gemeinden” und wurde Anfang Mai im Bundestag beraten.
Seit mehr als fünf Jahrzehnten trage die Städtebauförderung entscheidend dazu bei, lebenswerte Städte und Gemeinden zu entwickeln, sagt Babendererde. Mit dem Antrag mache die Union auf diese Erfolgsgeschichte aufmerksam. Für das Jahr 2026 stelle der Bund erstmals eine Milliarde Euro Programmmittel bereit. Darüber hinaus habe man im Koalitionsvertrag eine weitere deutliche Aufstockung vereinbart, erklärt die Abgeordnete. Das sei ein starkes Signal für die Kommunen.
Jetzt gelte es, die Städtebauförderung als Rückgrat leistungsfähiger Städte und Gemeinden weiter zu stärken und insbesondere finanzschwachen Kommunen den Zugang zu Fördermitteln zu erleichtern. Gerade in Zeiten knapper Kassen zeige sich: Berlin stehe an der Seite der Kommunen, sagt Babendererde. (dh)
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